Sauberkeit muss sein !
Virus, Virus, gib mir meine Millionen wieder... ( Krankenkassen-Hymne) © NRW-Presse
(Abwandlung des Ausrufes von Kaiser Augustus nach der Varus-Schlacht ) *s. WIKIPEDIA
Das Problem:

Wo gehobelt wird, fallen Späne.


Das ist eines der ältesten und auch immer gültigen Sprichwörter.  

Folgerichtig muss irgendwann der Abfall weg, der beim Hobeln oder vergleichbaren Aktivitäten entsteht. Der Kurzbegriff für die notwendige Aktion heißt Sauberkeit. Ansonsten entstehen sehr unschöne und ungesunde Folgen, die wirklich niemand braucht.

Aus dieser Notwendigkeit ist eine gigantische Industrie entstanden, die weltweit Milliardenumsätze generiert und unzählige Menschen ernährt.

Es ist aber auch hier wie überall:
Man kann es auch übertreiben !

So lebt manches Unternehmen von Menschen, die an einer schwer heilbaren Krankheit leiden: dem Sauberkeitswahn, einer psycho- logischen Zwangsstörung.

Sie kennen jedes am Markt gehandelte Putzmittel samt Inhaltsstoffen und Vor- und Nachnamen der damit entfernbaren Bakterien, Bazillen, Amöben, Staphylokokken und deren Verwandte -  alle !




Es ist praktisch unmöglich, diese Menschen, zu 99,9% Frauen (Monks sind die Ausnahme) ohne eine Flasche Desinfektionsmittel in der Handtasche anzutreffen, und sei es nur eine Notration Isopropanol in der Sprühflasche. Das kann Sinn machen, wenn man viel unterwegs ist und evtl. fremde Toiletten benutzen muss, ansonsten ist solch Hilfsmittel ziemlich überflüssig. Der Körper muss lernen, sich selbst gegen Viren etc. zu wehren. Wenn er diese Fähigkeit verlernt oder sie ihm abtrainiert wird, ist er hilflos, wenn ein Angreifer kommt.

Das alles weiß der Zwangsneurotiker, hat aber eine ungeheure Angst, gleich "tot zu gehen" wenn er das einsieht, versteht nicht, wie anders der "homo cogitus" überhaupt leben könnte.

Für solch unbelehrbare und nicht mehr therapierbare Menschen kommt die Industrie mittlerweile auf Ideen, die wirklich an die Grenzen gehen.

Rechts ein Beispiel, wie weit man gehen kann, um Menschen Geld für unnötige Dinge aus der Tasche zu ziehen.
Die Lösung:

Der Insektenreiniger


Sie sehen richtig !

Ein Discounter bietet neben ca. 10.000 Dingen, die kein Mensch wirklich braucht, ein Spray an, mit dem man INSEKTEN reinigen kann. WOW !!!!
Auf die Idee kam bestimmt ein Ureinwohner Amerikas, meist fälschlich als Indianer bezeichnet. Diese Spezies hat die Angewohnheit, Tiere um Vergebung zu bitten, bevor sie leider geschlachtet werden müssen. Der  Kölner würde hier sagen: nä-wat nobel... Auch asiatische Völker pflegen solche Rituale.
 



Sie knien vor dem Tier nieder, beten mit ihm und entschuldigen sich präventiv, um irgendwelche Götter nicht zu verärgern, schließlich ist das Viech ja auch eine göttliche Schöpfung.


Natürlich haben sich hier gleich die Kammerjäger etwas einfallen lassen. Warum soll man eine Assel, die man "himmeln" muss, nicht würdig vor den Herrn schicken? Bevor  man sie kunstvoll zertritt. Manche lassen sogar spanische Flamenco-Tänzer einfliegen, die das Getier massenweise zertrampeln, natürlich stilgerecht zu traditioneller Musik. Wenn es um Kakerlaken geht, natürlich passend zu "la cucaracha" !

Damit die Tiere nicht unrein vor den Herrn treten müssen, werden sie mit oben abgebildetem Spezialreiniger gesäubert.

Eine Flasche soll für eine Messiwohnung ca. 1 Jahr ausreichen.

Ganz schön clevy, was?

Übersicht

© Harrywood inc.
© Harry Wolfanger